Schützen
Sie Ihr Haus

Gefahrenelement Gewitter
KUMULIERTES SCHADENPOTENZIAL

In der Regel werden Gewitter begleitet von intensiven Regen­fällen, Sturm­winden, heftigen Sturm­böen und Hagel­schlag. In kürzester Zeit fallen grosse Wasser­mengen vom Himmel, was zu Über­flutungen und Über­schwemmungen führen kann. Hagel verursacht Schäden durch die Schlag­kraft der Hagel­körner und erzeugt beim Schmelzen zusätz­liches Wasser. Sturm­winde rütteln an Dächern und Fassaden, an Fenster­läden und Storen und reissen mit sich fort, was nicht gut genug befestigt ist.

Naturgewalten nicht unterschätzen

Die entfesselten Natur­gewalten bei einem Gewitter setzen in ihrer Gesamt­heit un­genügend ge­schützten Gebäuden zu. Nahezu alle Bau­elemente können durch Ge­witter und deren Folge­erscheinungen Schaden nehmen. Besonders ge­fährdet sind Lamellen­storen, Fassaden, Dach und Vor­dächer, Dach­fenster, Lukarnen, Ober­lichter, Licht­kuppeln und alle vor­stehenden Gebäude­teile. Dringt Wasser ins Haus ein, sind Böden und Wände betroffen, aber auch haus­technische Systeme wie Heizungs-, Lüftungs- und Klima­anlagen. Fast immer wird in diesem Fall auch das Mobiliar in Mit­leidenschaft gezogen.

Aufwändige Schadenbehebung

Die Aufwendungen für die Schaden­behebung können immens sein: Nach den Reini­gungs- und Trocknungs­arbeiten müssen beschädigte Gebäude­teile wieder instand gesetzt und gegebenen­falls haus­technische Anlagen repariert oder ersetzt werden. Zusätzliche Kosten und Um­triebe entstehen, wenn das Haus oder Teile davon zeit­weise unbenutz­bar werden.

Lassen Sie es nicht so weit kommen. Durch richtiges Handeln un­mittelbar vor und während eines Gewitters sowie durch geeignete vor­beugende Mass­nahmen lassen sich Schäden verhindern oder minimieren.

 

Gewittergefahr: So handeln Sie richtig.

  • Abonnieren Sie einen Alarm-Dienst und informieren Sie sich über die Gefahren­stufe an Ihrem Wohn­ort.
  • Verfolgen Sie die aktuellen Wetter­berichte zur lokalen Wetter­entwicklung und beobachten Sie die Wetter­lage, wenn sich eine Gewitter­situation abzeichnet.
  • Melden Sie all­fällige Gefahren­situationen bei der Gemeinde oder bei der Feuer­wehr. Speichern Sie die wichtigsten Not­ruf­nummern auf Ihrem Handy ab.
  • Unternehmen Sie das Nötige, um die Schaden­gefahr zu reduzieren. Ziehen Sie Sonnen­storen ein, halten Sie Ab­flüsse frei, sichern Sie lose Gegen­stände wie Garten­möbel, Grill, Spiel­gerät usw.
  • Leiten Sie Sofor­tmassnahmen ein, damit sich das Ausmass von all­fälligen Schäden nicht ver­grössert. Decken Sie zum Beispiel Dach­schäden provi­sorisch ab.
  • Dokumentieren Sie allfällige Schäden am Ge­bäude mit kurzen Be­schreib­ungen und Fotos. Melden Sie die Schäden dem Eigen­tümer oder der Gebäude­versicherung.

Gewitterrisiko: So beugen Sie vor.

  • Identifizieren Sie Schwach­stellen in der nahen Umgebung. Kann das Wasser ab­fliessen? Gibt es ver­siegelte Flächen, die das Ver­sickern von Wasser verun­möglichen? Gibt es in unmittelbarer Nähe Gewässer, die über die Ufer treten können? Befindet sich das Haus an einer problema­tischen Lage, ist es zum Beispiel an einen Hang gebaut?
  • Identifizieren Sie Schwach­stellen am und im Gebäude. Achten Sie besonders auf exponierte, ältere oder schwach konstruierte Gebäude­teile.
  • Falls Ihr Haus aufgrund der Lage oder bedingt durch Schwach­stellen am Gebäude ein erhöhtes Gefährdungs­risiko aufweist, treffen Sie geeignete Mass­nahmen zur Vor­beugung: Halten Sie an einem geeigneten Ort eine Wasser­pumpe, Sand­säcke, Schaufeln sowie Material und Werk­zeug für Sofort-Not­reparaturen bereit.
  • Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr Haus und ins­besondere die Gebäude­hülle stets in gutem, wetter­festem Zu­stand befinden. Kontrollieren Sie regel­mässig die Dichtungen von Dach, Ober­lichtern, Kamin, Fenstern, Türen usw., und halten Sie die Ab­läufe frei.
  • Sprechen Sie sich in der Familie oder mit den Mit­bewohnern ab, wer bei einem Schaden­ereignis welche Auf­gaben über­nimmt. So können Sie als Gemein­schaft sofort und gezielt handeln.